Strom – unsere Lösung
Bild von Mari Ana auf Pixabay (CC0-Lizenz)

Strom – unsere Lösung

Seit wir auf unser Hausboot gezogen sind, versuchen wir allgemein, sparsam zu leben. Diese innere Haltung hat sich irgendwie ganz von selbst entwickelt.

Wir sind nach wie vor überrascht, wie viel Einsparpotential vorhanden ist und wie wir durch eine bewusste Lebensweise Ressourcen sparen und trotzdem sehr gut leben können.

Stromverbrauch gehört hier natürlich dazu.

Unsere Lösung

Ich vergleiche unser jetziges Leben gern mit unserem früheren Leben in der Wohnung. Wenn ich mir heute vorstelle, wie viele Geräte angeschlossen waren, wie viele Steckdosen vorhanden waren (und irgendwie trotzdem nie genug), wird mir ganz anders.

Heute leben wir über eine einzige Steckdose (Landanschluss) und unser Solarpanel (70W).

Und es funktioniert hervorragend – wir vermissen nichts.

Um den Verbrauch gering zu halten, habe ich alle Lampen auf LED umgestellt (auch die Positionsleuchten).

Landanschluss 230V

Den Landanschluss (230V) nutzen wir für unseren

  • Campingkühlschrank (ein sehr sparsames Modell). Dieser ist allerdings auch für Gasbetrieb und 12V ausgelegt. Hier sind wir somit flexibel.
  • Homespot (Internet)
  • Staubsauger (mit den Akkubetriebenen lassen sich die Tierhaare so schlecht entfernen)

Die Akkus der Geräte (Smartphones, Laptops, Taschenlampen etc.) laden wir auch (meistens) über 230V.
Wenn wir länger nicht gefahren sind oder das Wetter für das Solarpanel nicht ausreichend Energie liefert, laden wir auch schon mal die Verbraucher-„Batterie“ über Landstrom nach.

Wir achten mittlerweile sehr darauf, wiederaufladbare Geräte zu verwenden und tauschen Batterien gegen Akkus.
Unsere Stirnlampen (sehr sehr praktisch) und das Leuchthalsband für den Hund sind z.B. auch über USB aufladbar.

Kochen und Heizen

Wir kochen mit Gas, somit fällt auch hier kein Stromverbrauch an.

Unser Ölofen läuft auch komplett ohne Strom (wird manuell angezündet).
Zur Wärmeverteilung nutzen wir einen thermoelektrischen Kaminventilator. Dieser läuft an, sobald der Stand-Fuß heiß genug ist. (Optional können wir zwei weitere 12V Lüfter zuschalten.)

Was wir nicht mehr nutzen

Welche Geräte eigentlich überflüssig sind, ist uns nach und nach immer bewusster geworden.

  • Wasserkocher – Wasser wird mit dem guten alten Kessel auf dem Gasherd erhitzt.
  • Kaffeemaschine – wir sind auf Instant-Kaffee umgestiegen und brauchen somit nur heißes Wasser.
  • Fernseher etc. – da wir eh nur streamen, gucken wir direkt über unsere Laptops (bzw. Marco auch gern nur übers Smartphone – mir ist das dann doch zu klein), DVDs kann man auch direkt über Laptop gucken
  • Mikrowelle – mit der richtigen Planung bleibt nichts übrig zum Aufwärmen. Alternativ kann das Essen auch im Topf wieder erwärmt werden.
  • Backofen – hier nutzen wir einen Campingbackofen (Omnia-Backofen)
  • Waschmaschine und Trockner – wir fahren in den Waschsalon
  • Allgemeine Küchengeräte – wir hatten früher alles Mögliche: Mixer, Fritteuse, Gemüse-Zerkleinerer etc. – wir können auch wunderbar ohne diese Dinge leben (wir gehen mittlerweile eh häufig auswärts essen)
  • Föhn – ich lasse meine Haare meistens an der Luft trocknen (einen kleinen Reiseföhn habe ich zwar noch, aber der kommt nur selten zum Einsatz)
  • Rasierer – Marco geht zum Barbier / Kuaför, das geht schnell und die Jungs verstehen ihr Handwerk
  • Drucker, Scanner und Co. – wir versuchen, papierlos zu leben. Einen Drucker haben wir zwar in unserer Praxis noch stehen, aber auch dieser wird selten genutzt. Scannen geht wunderbar per App.
  • Hifi-Anlage – braucht man in Zeiten des Streamings auch nicht mehr
  • Orgel (Musikinstrumente) – von meiner Orgel habe ich mich getrennt. Das fiel mir damals nicht ganz leicht, aber ehrlich gesagt habe ich diese kaum mehr bespielt. Meine Gitarre ist mit an Bord und die braucht keinen Strom

Wenn ich mir diese Liste ansehe, kann ich selbst kaum glauben, dass wir auf all das verzichten können und dazu noch an Lebensqualität gewonnen haben.

Einfach genial.

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