Der November-Törn
Quelle: eigenes Foto

Der November-Törn

Im November 2018 haben wir eine Woche Urlaub gemacht. Wir hatten mit dem Wetter richtig Glück. Es war zwar teilweise etwas frisch, aber noch nicht zu kalt.
Um uns und die Tiere nicht zu überfordern, haben wir nur kleine Etappen geplant und jeweils nach einigen Stunden Fahrt einen Hafen angesteuert.

Marco hat in der Vorplanung diverse Häfen und Vereine kontaktiert, um zu erfragen, ob wir dort anlegen dürfen/können, da die Saison zum Zeitpunkt unseres Urlaubs bereits vorbei war.

Es hat sich bewahrheitet, dass eine Schiffslänge mit 12,5 m einen großen Vorteil hat, denn wir können jede normale Hafenanlage nutzen.

Aufgrund der Rückmeldungen der Hafenmeister, hat Marco dann eine Route erstellt.

Wir sind von Harburg über Geesthacht nach Lauenburg und dann den Elbe-Lübeck-Kanal hoch bis zum Prüsssee.

Von Harburg aus zum Prüsssee und zurück

Geesthacht

Schon der erste Liegeplatz war ein Traum. Wir haben zwar (wieder einmal) den falschen Hafen angesteuert, aber da in diesem Verein gerade der Samstagsarbeitsdienst zu Ende ging, wurden wir herzlich empfangen und durften bleiben. Hier haben wir auch die erste Nacht völlig autark gelegen. Was für ein Gefühl. Beschenkt wurden wir dann auch noch mit einem der schönsten Sonnenuntergänge. Was will man(n)/Frau mehr?

Bootfahren im November - tietloos.de
Unser erster Liegeplatz

Unsere Katze hat die Fahrt sehr gut mitgemacht und hat am ersten Abend gleich die Umgebung erkundet:

Katze im Hafen - tietloos.de
Chouchou auf Entdeckungstour

Lauenburg und Elbe-Lübeck-Kanal

In Lauenburg haben wir zwei Nächte verbracht, da das Wetter nicht ganz so schön war (Nebel und Regen). Dann sind wir in den Elbe-Lübeck-Kanal gestartet. So außerhalb der Saison ist es ganz schön einsam dort.

Wir hatten kaum Schiffsbegegnungen und sind an den Schleusen Lauenburg und Witzeese ohne Wartezeit durchgerutscht. Ich hätte nie gedacht, dass der Höhenunterschied auf dem Kanal so groß ist. Wirklich beeindruckend. Die Kanalfahrt verlief sehr ruhig, das Wetter war auf unserer Seite und an den Herbstfarben konnten wir uns kaum sattsehen.

Bootfahren Elbe-Lübeck-Kanal - tietloos.de
Im Elbe-Lübeck-Kanal

Prüsssee

Am Prüsssee angekommen haben wir unseren bisher flachesten Liegeplatz genutzt. Die Wassertiefe war mit 80 cm angegeben und wir haben angeblich 70 cm Tiefgang. Mir war schon etwas mulmig, als ich beim Anlegemanöver ins Wasser schaute, und ganz locker den Grund sehen konnte… Marco – mit seinem ausgeglichenen Gemüt – war davon wenig beeindruckt. O-Ton: „das passt schon!“

Und es hat gepasst. Ich gebe zu, dass ich zwischenzeitlich immer mal wieder unser Boot geschaukelt habe, um zu sehen, ob wir noch schwimmen.

Prüsssee - tietloos.de
Am Prüsssee

Der Prüsssee an sich ist wirklich schön. Außerhalb der Saison allerdings wie ausgestorben. Wir waren mitten im Nichts. Keine Straßenbeleuchtung, der Campingplatz nur spärlich beleuchtet und Internet/Handyempfang gleich null. Das erdet ungemein.

Prüsssee November - tietloos.de
Ganz schön einsam...

Auch hier sind wir zwei Nächte geblieben und haben noch einen kleinen Ausflug in das nächste Dorf Güster gemacht. Ein richtig verschlafener kleiner Ort mit einem winzigen Ortskern (gefühlt drei Geschäfte…). Im Sommer ist hier bestimmt mehr los, für uns waren zwei Tage dann aber doch genug.

Die Rücktour

So sind wir wieder Richtung Lauenburg gestartet. Leider ist uns bei der Einfahrt in den Hafen ein kleines Malheur passiert, aber wir sind ja versichert…

Die Rückfahrt über Geesthacht verlief ruhig und reibungslos. Und pünktlich mit dem Wetterumschwung waren wir wieder in unserem Heimathafen angekommen.

Impressionen der Tour

Wir haben beide wieder sehr viel dazugelernt und waren beide extrem überrascht, wie gut wir vom Alltag abschalten konnten. Diese eine Woche kam uns vor wie vier Wochen Urlaub. Wir waren dermaßen entschleunigt und geerdet – einfach genial.

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