Frau über Bord

Unsere erste Ausfahrt in diesem Jahr machten wir im April. Von Harburg aus ging es los nach Stove.

Es waren die ersten schönen Tage im April. Auf dem Wasser war es jedoch noch recht kühl. Wir waren also entsprechend dick eingepackt. Am Liegeplatz angekommen gab es eine kleine Diskussion mit dem Personal vor Ort über die Auswahl des Liegeplatzes, obwohl wir diesen im Voraus reserviert hatten…

 

Kurz zuvor hatten wir noch einen Zwischenstopp bei einem guten Bekannten und "altem Seemann" gemacht, wo wir bei Kaffee das Thema Rettungsmittel und Bergung aus dem Wasser hatten. Wir hatten da noch keine Badeleiter, aber den Entschluss gefasst, schnellstmöglich eine zu kaufen.

Dass ich kurz danach ins Wasser falle, war da definitiv nicht geplant – sorgte aber später für ein Schmunzeln. Danke nochmal an meine Helfer, so einfach wäre ich alleine nicht aus dem Wasser gekommen. Allein meine Vielzahl an Klamotten haben mich so schwer werden lassen… – ich kann wirklich jedem nur empfehlen unter gesicherten Bedingungen (Schwimm-Kurs, DLRG-Kurs etc.) einmal mit normaler Bekleidung ins Wasser zu gehen. Die Bewegungsunfähigkeit ist in natura wesentlich größer als in der Theorie.

Jedenfalls bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist. Auch wenn ich das Ganze mit Humor genommen habe, muss ich rückblickend doch zugeben, dass es ganz anders hätte ausgehen können. Ein geprellter Ellenbogen, ein paar Schrammen und diverse blaue Flecken sind da wirklich Peanuts.

 

Jetzt haben wir eine Badeleiter! Denn obwohl unsere Reling sehr niedrig ist, ist es in einer solchen Situation nicht möglich, mal eben an Bord zu klettern.

 

Die weiteren Erkenntnisse aus dieser Geschichte sind für uns:

  • erst anlegen / das Schiff vertäuen, dann eventuelle Fragen klären
  • nicht auf einen Steg treten, der höher ist als das eigene Boot, wenn dieses noch nicht fest ist (das war mein Fehler, denn hierbei habe ich unser Boot vom Steg weggeschoben – das Gleichgewicht verloren – und bin beim Schritt zurück ins Leere getreten und im Wasser gelandet)
  • wichtige Dokumente, Papiere, Handy etc. beim Anlegemanöver (bzw. bei jedem Manöver) unter Deck lassen

 

Habt Ihr auch ähnliche Erfahrungen / Anekdoten? Wir freuen uns auf Eure Geschichten.

geschrieben von Sonja D. / 2018-05


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