Toilette einmal selbst gebaut

Unser neues Leben beschäftigt uns so sehr und gibt uns täglich neue Impulse, dass wir ständig mit irgendetwas beschäftigt sind – aber endlich im positiven Sinne.

 

Wir haben unser Leben derart umgestellt, dass auch die Themen, die für uns heute Priorität haben, sich entsprechend verändert haben. Das kam irgendwann automatisch und ist ein fortlaufender Prozess.

Regenerative Energien, Müll vermeiden und Wasser sparen sind nur einige dieser Themen.

 

Der Winter steht vor der Tür. Bisher haben wir überwiegend die Toilette im Hafen benutzt. Bei unserem jetzigen Liegeplatz wird das Toilettenhäuschen allerdings im Winter geschlossen und das Wasser wird komplett abgestellt.

 

Wir haben die Standard-Bordtoilette damals ausgebaut, da wir möglichst wenig Seeventile wollten und wir die Nutzung im Hafenbereich nicht gerade sehr angenehm finden (auch wenn viele es so handhaben) – ein Fäkalientank ist nicht sinnvoll, da hier wieder das Problem der Entsorgung entgegensteht. Somit haben wir die letzten Monate – neben der Toilette im Hafen - eine Trockentoilette verwendet. Das System ist auch soweit ganz o.k., aber es stellte uns auf Dauer nicht zufrieden.

 

Marco hat sich dann näher mit dem Thema Trenntoilette beschäftigt und wir waren beide von der Idee sehr angetan. Die gängigen Modelle am Markt waren schnell ermittelt und verglichen. Das erste Problem war für uns die Größe der Toilette. Wir haben auf unserem Boot nur ein sehr kleines Bad. Das zweite das uns etwas sauer aufstoßen ließ, war der Preis. Wir sind ständig bemüht, unnötige Kosten zu vermeiden. Einige hundert Euro auszugeben für etwas mit dem wir nicht zu 100 % zufrieden sind, kommt für uns nicht mehr in Frage.

 

Wie Marco dann eben so ist, hieß die Devise – selbst bauen!

Und so plante und konstruierte er eine für uns passende Toilette.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Kostet im Ganzen ca. 180,- € und ich liebe dieses Klo!

 

(Das ich jemals eine Abhandlung über Toiletten schreiben würde, hätte ich früher auch nicht gedacht)

 

Der Urin wird separat gesammelt und kann verdünnt als Dünger in der Natur "entsorgt" werden. Die Fäkalien werden abgestreut und über den Hausmüll entsorgt. Wir brauchen kein Wasser mehr und (entgegen vorheriger Skepsis) riecht nix. Einfach genial!

geschrieben von Sonja D. / 2018-10


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

www.tietloos.de Blog Feed

Kanutour in Hamburg (Sa, 26 Jan 2019)
>> mehr lesen

Der erfüllte Traum von Freiheit (Sat, 26 Jan 2019)
>> mehr lesen

Frau über Bord (Sat, 26 Jan 2019)
>> mehr lesen