Alltägliches

Fortsetzung:

Je mehr wir uns mit dem Thema Hausboot beschäftigten und auch die Winterzeit bereits bei der Planung berücksichtigten, gingen die wichtigen Themen erst einmal in Richtung "tägliche Bedürfnisse" wie Toilette, Duschen, Heizung, Wäsche.

 

Wir haben schnell beschlossen, dass wir keine Dusche an Bord haben wollen. Erstens nimmt diese wertvollen Platz weg, zweitens muss dann der Wassertank entsprechend groß sein, drittens muss das Wasser erwärmt werden, viertens muss das Abwasser irgendwo bleiben und fünftens ist Feuchtigkeit im Boot eh schon ein Thema für sich.

Duschen kann man immer! Viele in unserem Umfeld können / konnten das nicht nachvollziehen. Aber wir können zum Beispiel im Hafen duschen, auf einem Camping-Platz und zur Not auf einem Rastplatz. Zudem sind wir üblicherweise eh mehrmals in der Woche beim Sport und in der Sauna und duschen dort sowieso. Der schönste Nebeneffekt ist für mich nach wie vor, dass ich das nicht mehr saubermachen muss. Wie habe ich es gehasst, Kalkflecken etc. zu schrubben.

 

Zu unserer Heiz-Lösung und unserer Toilettenlösung schreibe ich detailliert unter der Rubrik "Leben an Bord".

 

Wäsche waschen ist auch kein Thema mehr. Wir fahren in den Waschsalon. Im Sommer nutzen wir auch manchmal unsere kleine Waschtrommel. Da diese manuell mit einer Kurbel betrieben wird, kann man das Wäschewaschen auch als kleine Trainingseinheit betrachten.

Trocknen können wir die Wäsche dann auf dem Achterdeck.

 

Unser 200 Liter Wassertank reicht für uns erstaunlich lange. Es ist schon spannend, wie viel Wasser wir sparen können, seit wir uns mit dem Thema intensiv beschäftigen und bewusst auf die Nutzung achten.

Abwasser sammeln wir in einem Kanister und entsorgen es fachgerecht. Wie gesagt fällt bei uns nicht viel an und dank Corega Tabs riecht auch nix.

 

Zum Thema Strom hatte ich mir am Anfang viel zu viele Gedanken gemacht. Unser Solarpanel reicht in der Regel völlig aus und wir verbrauchen interessanterweise auch viel weniger Strom als gedacht.

 

Zum Thema Internet habe ich anfangs viel recherchiert. Allerdings sind wir ja nicht auf See, daher haben wir es etwas einfacher.

An unserem Liegeplatz habe ich mich für einen Homespot mit begrenztem Datenvolumen entschieden. Für uns ist das völlig ausreichend. Ich kann zu Hause entspannt arbeiten und selbst unsere Streaming-Abende sind kein Problem. Wenn wir unterwegs sind, nutzen wir Internet via Handy. Auch hier kamen wir bisher immer hin, da wir uns auch gut offline beschäftigen können.

 

Das schöne ist, dass egal was kommt, wir uns Gedanken machen und immer eine Lösung finden. Wir denken nicht mehr in vorgegebenen Rastern und Mustern, sondern sehen alternative Möglichkeiten und improvisieren auch mal.

geschrieben von Sonja D. / 2018-10


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