3. Die Idee reift

Die Wohnung zu entrümpeln und unser Konsumverhalten zu ändern, tat schon richtig gut.

Allerdings fehlte noch etwas.

 

Wir hatten beide keine Lust mehr, Miete zu zahlen und somit die Altersvorsorge unseres Vermieters zu sichern.

Eine Eigentumswohnung wollten wir nicht, da die Abhängigkeit von den Miteigentümern nichts für uns gewesen wäre.

Wir haben eine Zeit lang mit der Idee gespielt, ein Haus zu kaufen, doch auch damit wären wir nicht glücklich geworden. Zum einen stehen für uns die Preise nicht mehr ansatzweise im Verhältnis zum Nutzen, zum anderen hat man zwar ein Haus, aber es fallen immer Reparaturen an, der Garten muss gepflegt werden… also wieder Kosten, Arbeit, weniger Freizeit …

 

Eine fixe Idee hatte sich seit Jahren immer wieder gemeldet - wohnen auf einem Hausboot - ein absoluter Traum! - Aber auch umsetzbar?

 

Wir fingen also an, uns intensiv zu informieren, durchforsteten unzählige Foren, Blogs und YouTube Videos.

Je mehr wir uns informierten umso detaillierte wurden unsere Fragen.

 

Am einfachsten war für uns dabei die Frage nach der richtigen "Behausung", denn wir waren uns von Anfang an einig, dass wir nicht in einem schwimmendem "Klotz" wohnen wollen, der dauerhaft am Ufer festhängt. Die Besitzer solcher Hausboote mögen mir meine Wortwahl verzeihen.

Jedenfalls war es für uns unvorstellbar, auf dem Wasser zu wohnen, aber nicht fahrtüchtig zu sein.

Somit stand für uns fest, dass wir ein normales "seetüchtiges" Bötchen bewohnen wollten und - da wir beide keine Segler sind - es ein Motorboot sein sollte.

Zur eigentlichen Bootssuche schreibe ich später mehr.

 

Unser Traum nahm also langsam Formen an. Da in Hamburg Ende 2015 das Meldegesetz so geändert wurde, dass auch ein Boot als Wohnraum zählt, war nun auch rechtlich alles gut.

Die Suche nach einem passenden Liegeplatz greife ich ebenfalls später auf.

 

Blieben also die Fragen wie Postempfang – ohne Briefkasten, Paketempfang - ohne Klingel, Wasser, Abwasser, Strom (auch unterwegs), Wäsche waschen, Internet …

Für die Postfrage fand sich die einfachste Lösung in der Nutzung eines Postfaches. Leider wird nicht alles an Post automatisch umgeleitet, unser Hafenmeister ist da netterweise sehr kulant.

Auch wir bestellen gern im Internet. Glücklicherweise kann man mittlerweile fast alle Pakete an Sammelstationen liefern lassen. Wenn das nicht geht, ist die Familie auch das ein oder andere Mal so nett gewesen, unsere Lieferungen für uns anzunehmen.

Die anderen Themen waren da deutlich zeitaufwendiger, da es mehrere Möglichkeiten gibt. Dazu aber später mehr.

Fortsetzung folgt...

 

Hast Du auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, anders zu wohnen?

Wir freuen uns immer über Ideen und Inspiration.

geschrieben von Sonja D. / 2018-03


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