2. Ein Schlüsselmoment

Der Entschluss, unser Leben zu entschleunigen, stand nun also fest.

 

Die entscheidende Frage war nach wie vor "Wie viel brauch ich wirklich?".

 

Schnell sind wir auf das Thema Minimalismus gestoßen, jaja, wieder so eine Modeerscheinung.

Für uns war das der Startschuss, unseren Alltag zu überdenken.

 

Ein Schlüsselmoment ist für mich der, als wir mehr Platz in der Küche brauchten. Wir schauten uns also nach passenden Küchenschränken um, nach zusätzlichen Regalen… Aber so richtig passend war das alles nicht.

 

Ich habe dann einfach mal unsere komplette Küche ausgeräumt und auf dem Wohnzimmertisch und drum herum verteilt. Was für ein Anblick!

Da kamen Sachen zum Vorschein, von denen wir nicht mal mehr wussten, dass wir sie haben.

Nun wollten wir es beide wissen und haben zum Testen alles, was wir nicht oder sehr selten brauchen, in Kartons im Gästezimmer verstaut.

Vor allem Unmengen an Gläsern, Becher, Besteck und Geschirr.

Wir sind nur zu zweit, also haben wir für jeden 2 Gläser, 2 Becher, 2 Messer, 2 Gabeln, 2 Löffel… 2 tiefe Teller, 2 große Teller … in die Küche eingeräumt.

Vielleicht ahnst Du es schon – unsere Schränke waren plötzlich leer! Platz ohne Ende.

 

Die ganzen Küchengeräte wie Fritteuse, Mixer, eine alte Kaffeemaschine (als Ersatz, wenn mal mehr Besuch kommt ;-) …) sind ebenfalls in den Nebenraum gewandert.

Ich bin heute noch erstaunt darüber, wie wenig wir in den nachfolgenden Wochen aus den Kartons zurückgeholt haben.

Wie gesagt, das war der Startschuss.

 

Danach hat sich automatisch unser Konsumverhalten drastisch verändert.

Wir kaufen nicht mehr einfach Sachen, nur weil wir sie vielleicht mal gebrauchen können.

Ein gutes Beispiel ist ein Waffeleisen. Wenn wir mal eins brauchen, findet sich bestimmt jemand, der es uns leihen kann.

 

Was soll ich sagen, unsere "neue" Küche motivierte uns dann dazu, uns den Rest der Wohnung vorzunehmen.

Sehr viel Potential bot natürlich auch der Kleiderschrank. ;-)

 

Ich will hier gar nicht jedes Detail aufzählen. Für uns war es einfach nur spannend zu sehen, wie sich unser eigenes Verhalten verändert hat. Heute kaufen wir nicht mehr weil etwas schön ist, sondern weil wir es gebrauchen können.

Ich hätte es selbst Jahre vorher nicht gedacht.

 

Hast Du auch Erfahrungen mit "Entrümpelungen"? Wie ist es Dir damit ergangen?

Wir freuen uns auf Deine Meinung.

geschrieben von Sonja D. / 2018-03


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